Branchen

Unser Lehrstuhl beschäftigt sich mit Themen in folgenden Branchen:

Energiewirtschaft

Über 15 Jahre nach der Liberalisierung der Energiemärkte und einige Jahre nach dem beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie stehen die rund 1100 Energieversorgungsunternehmen vielen Herausforderungen gegenüber: regulatorische Unsicherheiten, abnehmende Profitabilität des Kerngeschäfts und wachsende Qualitätsansprüche der Kunden sind dabei nur ein Auszug aus den zunehmenden Anforderungen für Energieversorger. Insbesondere die Kompetenz im Innovationsmanagement ist es daher, die es Unternehmen der Energieversorgung ermöglichen mit dem steigenden Effizienz- und Qualitätswettbewerb gewinnbringend umzugehen und neue Technologien und Innovationen in nachhaltige Produkte und Dienstleistungen umzuwandeln.

Das Institut für Innovationsforschung am Lehrstuhl für Technologiemanagement fokussiert daher in seinen Forschungsprojekten die Herausforderungen von Innovationen in der Energiewirtschaft und die Entwicklung nachhaltiger Produkte, Dienstleistungen und Produkt-Service-Systeme (PSS). Aus der Perspektive des Technologie- und Innovationsmanagements konzentrieren wir uns auf den notwendigen strategischen Wandel von Stadtwerken und Energieversorgern, als auch die Umsetzung an konkreten Fallbeispielen im Bereich der energetischen Quartierssanierung.

Das Institut für Innovationforschung unter der Leitung von Prof. Dr. Carsten Schultz ist wissenschaftlicher Partner eines europäischen Innovationsmanagement-Benchmarking (innovate!new), mit dem Ziel Stadtwerke und Energieversorger sowohl bei der bei der Implementierung neuer Themen wie Geschäftsmodellinnovationen, Dienstleistungsentwicklung, Open Innovation oder Big Data zu unterstützen, als auch die Innovationsleistung und die Professionalität des Innovationsmanagements systematisch zu erfassen sowie Innovationspotenziale zu identifizieren.

 Projekte:

Public- and Nonprofit-Management

Innovation findet nicht nur in ausgewählten hochtechnisierten Unternehmen und Industriezweigen statt. Durch steigende Anforderungen in einer sich schnell ändernden Welt müssen auch öffentliche Einrichtungen (u.a. Krankenhäuser, Pflegedienste, Rehazentren, ÖPNV) sich vermehrt um ein systematisches Innovationsmanagement kümmern. Die Entwicklung neuer Dienstleistungen ist dabei eine Möglichkeit dem Wandel entgegenzutreten und von ihm zu profitieren.  Doch an Dienstleistungen sind oft mehrere Akteure beteiligt, weshalb diese Vorgänge sehr komplex sind. Zu den Akteuren zählen neben Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen oft auch ausgewählte Nutzer und Nutzergruppen (Selbsthilfe-Gruppen, User-Communities, Verbände). Die Zusammenarbeit dieser Akteure muss strukturiert und koordiniert werden und erfordert innovative Geschäftsmodelle. Um den komplexen organisatorischen Rahmenbedingungen und der Balance aus Individualisierung und Standardisierung der Dienstleistung Rechnung zu tragen, spielt dabei die Unterstützung durch IT-basiertes Prozessmanagement eine wichtige Rolle.

Der Lehrstuhl für Technologiemanagement fokussiert seine Arbeit dabei auf verschiedene Projekte im öffentlichen und nicht-profitablen Bereich (Gesundheit und Soziales). Die Innovation in Krankenhäusern ist dabei zentraler Bestandteil der Forschung und zielt auf die Bestimmung der Produktivität von Innovationen und Innovationsprozessen mittels Innovationsbenchmarking hin, um Verbesserungspotentiale aufzuzeigen, die den Krankenhäusern bei der Initiierung und Durchführung von strategischen Wandel- und Innovations­pro­zes­sen helfen sollen. Im nicht-profitablen Bereich geht es u.a. um die Koordination von Opferbetreuung und psychologischer Soforthilfe. Dabei geht es um die Verbesserung der Abstimmung von Leistungserbringern, denn obwohl ein breites Angebot an Hilfe- und Betreuungsmaßnahmen für Opfer vorhanden ist, ist offenbar der Zugang zu den Hilfsangeboten erschwert und eine betroffenenorientierte Abstimmung oft nicht gewährleistet. Mit Hilfe von IT-basierten Management-Tools soll die Organisation und Steuerung der ganzheitlichen Versorgung von Opfern von Gewalttaten verbessert werden. Im Mittelpunkt steht dabei auch eine Selbstmanagementkomponente, die den Opfern die Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen soll.

Projekte: