Forschungsprojekte

Durch Innovation zum Krankenhaus der Zukunft

Problemstellung und Zielsetzung

Krankenhäuser werden zunehmend mit umfangreichen und teilweise drastischen Veränderungen in ihrer internen und externen Umwelt konfrontiert. Die Fähigkeit, diesem Wandel nicht nur zu begegnen, sondern sich zu Nutze zu machen, wird ein zentraler Erfolgsfaktor für das Krankenhaus der Zukunft sein. Kern des Wandels sind Innovationen, d.h. neuartige und verbesserte Versorgungsangebote und begleitende Dienstleistungen sowie insbesondere die Weiterentwicklung einrichtungsinterner und -übergreifender Prozesse. Produktivitätssteigerungen durch Innovationstätigkeit und -management spielen dabei eine wesentliche Rolle und sollten daher im Fokus sowohl der Krankenhausleitung, als auch der Krankenhausmitarbeiter stehen.

Unser Ziel ist es Messinstrumente zur Bestimmung der Produktivität von Innovationen und Innovationsprozessen zu entwickeln. Daraus folgend soll ein Referenz-Modell als Leitfaden zur Umsetzung von Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung entwickelt werden.

Empirische Vorgehensweise 

Um dieses Vorhaben zu verwirklichen, werden zunächst bestehende Konzepte zur Evaluation des Innovationsmanagements in Krankenhäusern analysiert und aufbereitet. Als Vorbereitung der quantitativen Erhebungsphase des Projektes wird ein optimiertes Assessment und Benchmarking Konzept entwickelt. Die Ergebnisse aus vorangegangenen Projekten (u.a. InnoHospital) ermöglichen es auf die bereits entwickelte 1. Version eines Assessment Instruments zurückzugreifen und dieses zu optimieren. Neben der inhaltlichen Weiterentwicklung sind zwei weiterführende Aktivitäten geplant:

  1. Der Assessmentansatz soll auf die Mitarbeiterebene im Krankenhaus erweitert werden, wozu umfangreiche Anpassungen der Erhebungsinstrumente notwendig sind. Damit wird diejenige organisatorische Ebene adressiert, die Innovationen nicht nur maßgeblich initiiert sondern auch umsetzt.
  2. Ausgehend von der Problematik, dass die valide Erhebung aller Facetten der Produktivität von Innovationsprozessen sehr aufwendig und schwierig in der Praxis zu verankern ist, wird ein Fokus auf der Effizienzsteigerung der Messinstrumente liegen.
     

Daraufhin wird ein Vorgehen zur praktischen Implementierung dieser entwickelten Konzepte erarbeitet, wobei die drei klassischen Phasen von Innovationsprozessen – Initiierung, Durchführung, und Einführung / Evaluation berücksichtiget werden. Im Rahmen der Initiierung wird die Art und Weise eines optimalen Ergebnistransfers von Benchmarking Studien in die Krankenhäuser fokussiert. Dazu werden Transferinstrumente wie Benchmarkingreports, Workshops und Schulungen angewendet. Da gerade bei Gesundheitsdienstleistern Funktionen des Innovationsmanagements bisher noch wenig verbreitet sind und Strukturen für eine schnelle Implementierung von Produkt- und Prozessoptimierungen oft nicht gegeben sind, rückt die Bedeutung von praktischen und konkreten Anleitungen für die Durchführung von Projekten zur Etablierung entsprechender Funktionen stärker in den Mittelpunkt.

Die Entwicklung eines Referenzmodells für die Optimierung des Innovationsmanagements von Gesundheitsdienstleistern ist daher wesentlicher Bestandteil der Studie. Letztendlich muss und wird die Wirksamkeit der Innovationsmanagement-Instrumente evaluiert werden, wozu Vorgehensweisen entwickelt werden.

Ergebnisse

Am Projekt InnoHospital haben 108 deutsche Krankenhäuser teilgenommen. Befragt wurden jeweils die ärztliche, pflegerische und kaufmännische Leitung der Häuser

Bezüglich des Innovationsportfolios von Krankenhäusern wurde festgestellt:

  • Die meisten Krankenhäuser setzen auf patientenferne und einrichtungsübergreifende Prozessinnovationen
     
  • Optimierung patientenferner Prozesse hat Einfluss auf die Effizienz, weist aber aus Sicht der Praxis den geringsten Beitrag zum Krankenhauserfolg auf Patientennahe Prozessinnovationen steigern die Effizienz, die Behandlungs- und Prozessqualität und die Mitarbeiterzufriedenheit
     
  • Veränderungen des Versorgungsangebots erhöhen den Markterfolg und die Reputation der Häuser
     
  • Patientennahe Prozessinnovationen und Veränderungen des Versorgungsangebots beeinflussen die Behandlungs- und Prozessqualität und die Mitarbeiterzufriedenheit positiv
     
  • Benchmarkkrankenhäuser führen deutlich häufiger patientennahe Prozessinnovationen und Innovationen im Versorgungsangebot ein als andere Krankenhäuser
     

Bezüglich der Erfolgsfaktoren wurde festgestellt:

  • Krankenhausstrategie:

    Kommunikation und Umsetzung der Strategie haben einen hohen Zusammenhang zum Innovationserfolg. Hier besteht ein deutlicher Unterschied zwischen Benchmark und anderen Krankenhäusern
     
  • Kultur:

    Benchmarkkrankenhäuser sind eher analyse- und lernorientiert und legen Wert auf eine proaktive Grundhaltung im Krankenhaus. Lern- und Wissensorientierung sowie die Motivation und die Einbindung der Mitarbeiter in Innovationsprojekte stellen bedeutende Erfolgsfaktoren dar
     
  • Organisation:

    Innovationsleistung wird maßgeblich von der Planungs-, Evaluations- und Dokumentationsintensität der Projekte bestimmt Organisatorische Unterschiede Benchmark-Krankenhäuser haben eine formale Stelle eingerichtet, die für Innovationen verantwortlich ist
     

 

Projektbeteiligte, Verbundpartner, Förderinstitutionen

Deutsches Krankenhaus Institut
Universität Hamburg
Institut Arbeit und Technik

 

Ansprechpartner

Prof. Dr. Carsten Schultz

EIVE - Entwicklung innovativer Versorgungskonzepte am Beispiel seltener Erkrankungen

Problemstellung und Zielsetzung

EiVE fokussiert die Analyse und Überwindung von Innovations-, Koordinations- und Finanzierungsproblematiken bei verschiedenen stark arbeitsteiligen Krankheitsbildern.

Empirische Vorgehensweise

Im Rahmen des EiVE Projekts sollen Erfolgsfaktoren innovativer Versorgungskonzepte bei seltenen Erkrankungen entwickelt werden. Besondere Merkmale der sehr versorgungsintensiven Erkrankungen stellen zum einen die stark arbeitsteilige Versorgung, zum anderen der Informationsmangel dar. Damit innovative Versorgungskonzepte entwickelt und umgesetzt werden können, ist sowohl in der Phase der Generierung wie auch in der Phase der Implementierung der Wissensaustausch in Versorgungsteams notwendige Voraussetzung.

Die Arbeitsgruppen werden für jeden Patienten aufgrund regionaler Anforderungen spezifisch formiert und müssen trotz der heterogenen kohärente, innovative Versorgungslösungen entwickeln. Eine Besonderheit im Projekt stellt insbesondere die Einbindung der Selbsthilfegruppen, Patienten und Angehörigen in die Teams dar. Zusätzlich wurde in Vorgesprächen mit einzelnen Akteuren deutlich, wie stark die Versorgungsprozesse aufgrund von Unsicherheit im Umgang mit der Erkrankung (Diagnose, medizinische und psychologische Therapie, Versorgung) gehemmt werden.

Projektbeteiligte, Verbundpartner, Förderinstitutionen

  • Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).


 

EPRD - Endoprothesenregister Deutschland

Problemstellung und Zielsetzung

Ziel des Projektes ist die Analyse von Einflussfaktoren, die die Akzeptanz sowie die Adoption von Prozessinnovationen im Krankenhaus beeinflussen. Als Prozessinnovation dient dabei die Einführung des Endoprothesenregisters Deutschland (EPRD). Der Einsatz von jährlich etwa 400.000 künstlichen Hüft- und Kniegelenken gehört zu den häufigsten Operationen in Deutschland. Die Einführung des ERPD soll eine verlässliche Datengrundlage schaffen, um langfristig die Produktqualität beurteilen zu können, das Ergebnis der medizinischen Behandlung zu sichern und die Zahl der Wechseloperationen zu reduzieren.

Empirische Vorgehensweise

Zunächst wurden teilstandardisierte Interviews mit 47 Mitarbeitern in 20 deutschen Krankenhäusern geführt, die am Probebetrieb des EPRD teilgenommen haben. Darauf aufbauend wurde ein Fragebogen erstellt, der an alle deutschen Krankenhäuser, die Hüft- und Kniegelenkersatz durchführen, versandt wurde. Die Rücklaufquote beträgt 48%.

Ergebnisse

Qualitative Analysen der Interviewdaten zeigen, dass die Akzeptanz der Prozessinnovation durch organisationsbezogene, projektbezogene und personenbezogene Faktoren beeinflusst wird. Während beispielsweise eine private Krankenhausträgerschaft und Unterstützung durch Entscheidungsträger einen positiven Einfluss auf die Akzeptanz der Mitarbeiter aufweisen, wirken sich die Einbindung zu weniger Mitarbeitern in den Innovationsprozess, ein Ressourcenmangel oder hohe Erwartungen der Mitarbeiter negativ aus.

Die Adoption der Prozessinnovation wird maßgeblich von dem sozialen System der Einführung beeinflusst. So weisen sowohl die Unterstützung durch das Top Management, die Einbindung verschiedener krankenhausinterner und externer Interessengruppen sowie deren Einstellung gegenüber dem Register eine positiven, hochsignifikanten Einfluss auf die Adoption aus. Darüber hinaus haben die Spezialisierung der Krankenhäuser auf die relevanten künstlichen Hüft- und Kniegelenkoperationen sowie der mit der Teilnahme am Register einhergehende wirtschaftliche Nutzen einen positiven Einfluss auf die Adoption des Registers.

Publikationen

  • Sternkopf, J. (2014). Acceptance of Process Innovations in Hospitals: Insights from the German Arthroplasty Register. Challenges and Opportunities in Health Care Management. S. Gurtner und K. Soyez, Springer: 89-98.
  • Sternkopf, J., T. R. Liebs, C. Schultz (2014). "Endoprothesenregister: Große Akzeptanz in Krankenhäusern." Deutsches Ärzteblatt International 111(43): 1848-1850.

Projektbeteiligte, Verbundpartner, Förderinstitutionen

  • Stiftung Endoprothetik
  • Klinik für Orthopädie Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Ansprechpartner

Jan Sternkopf

 

IMIV - IT-basiertes Management integrierter Netzwerke

Problemstellung und Zielsetzung

Ziel dieses BMBF-Projektes ist die Entwicklung, prototypische Umsetzung und Evaluierung eines Referenzmodells für das IT-basierte Management von medizinischen Versorgungsnetzwerken im Gesundheitswesen.

Empirische Vorgehensweise

Dabei wird zunächst der Status quo der integrierten Versorgungslandschaft, vor allem in Bezug auf existierende Management-Ansätze und informationstechnische Unterstützung erhoben. Darauf aufbauend wird eine Systemanalyse der Prozesse auf Leistungserbringer-, Netzwerk-, Krankenkassen- und Patientenebene durch eine Kombination von qualitativen und quantitativen empirischen Forschungsmethoden der Managementforschung mit Entwurfs- und Analysemethoden von einrichtungsübergreifenden Informationssystem-Architekturen aus der medizinischen Informatik durchgeführt. Am Ende steht die prototypische Umsetzung und Evaluierung einzelner Elemente des IT-basierten Managements von Versorgungsnetzwerken.

Projektbeteiligte, Verbundpartner, Förderinstitutionen

  • Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

 

Innovate! new - Innovationsbenchmarking für Stadtwerke und Energieversorger

Problemstellung und Zielsetzung

Ohne Produkt- und Prozessinnovationen werden Stadtwerke und Energieversorger nicht nachhaltig erfolgreich sein. Regulatorische Unsicherheiten, abnehmende Profitabilität des Kerngeschäfts und die Etablierung neuer Geschäftsmodelle sind große Herausforderungen. Insbesondere die Kompetenz im Innovationsmanagement und die Orientierung an Best Practices ist es daher, die es Unternehmen der Energieversorgung ermöglichen, mit dem steigenden Effizienz- und Qualitätswettbewerb in der Energiewirtschaft gewinnbringend umzugehen.

Das Benchmarking-Tool innovate! new ermöglicht es Energieversorgern, ihre aktuelle Handhabung von neuen Produkten und Dienstleistungen zu analysieren und zu bewerten. Darauf aufbauend können Verbesserungspotenziale genau identifiziert werden und Handlungsmaßnahmen konkret abgeleitet werden.

Empirische Vorgehensweise

Mit innovate! new startet nun die nächste Generation des erfolgreichen Innovationsbenchmarkings "innovate!" an dem mehr als 190 Unternehmen aus 21 Branchen teilgenommen haben.

innovate! new erfasst zu Beginn das bestehende Innovationsmanagement der Energieversorger und dessen Professionalität systematisch. Durch das Involvieren des Managements, der Betroffenen und Beteiligten des Unternehmens wird eine Sensibilisierung für das Innovationsmanagement erzielt. Ergebnis ist ein Aktionsplan, der Verbesserungspotenziale und eine klare Regelung der Verantwortung zur Umsetzung der Verbesserungsmaßnahmen vorsieht.

Ergebnisse 

Bisher wurden über innovate! new 120 Unternehmen aus 12 Branchen mit 989 Mitarbeitern in Deutschland, Österreich und Dänemark befragt. Darin enthalten sind 46 Energieversorger mit 346 Mitarbeitern aus Deutschland und Österreich. 

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass viele Energieversorger, gerade im Vergleich zu Unternehmen anderer Branchen, erst am Anfang der Entwicklung eines eigenen Innovationsmanagement-Systems stehen. Energieversorger haben zwar ein zunehmend breiteres Innovationsportfolio, die wenigsten Projekte davon tragen jedoch zum Un­ternehmenserfolg bei.

Detaillierte Informationen zu den Ergebnissen der Studie sind in der Broschüre zu finden, die hier zum Download bereit steht: 

Ergebnisbroschüre "Innovationen in der Energiewirtschaft sind machbar!"

Projektbeteiligte, Verbundpartner, Förderinstitutionen

  • Plattform für Innovationsmanagement (PFI)
  • Danish Technical University (DTU)
  • Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
     

Ansprechpartner

Heiner Lütjen

Julia Kroh

 

KOPS - Koordination von Opferbetreuung und psychologischer Soforthilfe

Problemstellung und Zielsetzung

2011 wurden in Deutschland 197.030 Menschen Opfer von Gewalttaten und obwohl ein breites Angebot an Hilfe- und Betreuungsmaßnahmen für Opfer vorhanden ist, ist offenbar der Zugang zu den Hilfsangeboten erschwert und eine betroffenenorientierte Abstimmung oft nicht gewährleistet. Im Mittelpunkt des für zweieinhalb Jahre geplanten Projekts steht die Entwicklung eines IT-basierten Fallmanagement-Werkzeugs zur Verbesserung der Organisation und Steuerung der ganzheitlichen Versorgung von Opfern von Gewalttaten. Ziel ist eine bessere Abstimmung der in die Betreuung eingebundenen Akteure in den Bedarfsfeldern Gesundheit, Sicherheit, Arbeit und Soziales sowie Opferentschädigung. Der besondere Schwerpunkt liegt hierbei auf einer Selbstmanagementkomponente, die den Opfern die Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen soll. Ferner  werden Partnerschaften mit Opferhilfeeinrichtungen angestrebt, um das bestmögliche Ergebnis im Sinne der Bedürfnisse der Opfer zu erreichen.

Empirische Vorgehensweise

Im Projekt werden die real auftretenden Koordinationsprobleme und deren Relevanz für die Qualität und Effizienz der Betreuung von Gewaltopfern bestimmt. Darauf aufbauend wird zusammen mit der symeda GmbH ein IT-basiertes Fallmanagement-Werkzeug entwickelt, um eine IT-gestützte Prozesssteuerung und Netzwerkplanung zu ermöglichen. Das entwickelte Werkzeug wird in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen erprobt und evaluiert. Abschließend erfolgt eine Analyse der Implementierungsbarrieren und –potentiale sowie eine Abschätzung der Transfermöglichkeiten des entwickelten und erprobten Fallmanagement-Ansatzes auf weitere Regionen.

Ergebnisse

Link zum Projektabschlussbericht

Projektbeteiligte, Verbundpartner, Förderinstitutionen

Ansprechpartner

Andrea Popa

PAGE - Plattform zur Integration technologiebasierter Gesundheitsdienstleistungen in Gesundheitsnetzwerke

Problemstellung und Zielsetzung

In die ganzheitliche Versorgung eines Patienten ist ein komplexes sektorenübergreifendes Versorgungsnetzwerk mit einer Vielzahl medizinischer Institutionen involviert. Der Steuerungs- und Koordinationsaufwand zwischen den Netzwerkakteuren steigt mit der Zunahme der Behandlungskomplexität eines Patienten und der steigenden Anzahl der beteiligten Akteure deutlich an. Die Analyse des deutschen Gesundheitssystems hat ergeben, dass sektorenübergreifende, effektive Koordinierungs- und Dokumentationsinstanzen, sowie einheitliche Regelungs- und Steuerungsmechanismen innerhalb der Versorgungsnetzwerke nur unzureichend umgesetzt werden. Das Ziel der klinischen Studie und der pflegebasierten Mehrebenenanalyse ist es, die Ursachen für das gesamte Spektrum an Koordinations- und Schnittstellenproblemen innerhalb intersektoraler Versorgungsnetzwerke zu identifizieren und geeignete Managementkonzepte und Technologien zu deren Überwindung zu definieren.

Empirische Vorgehensweise

  • Prospektive klinische Studie mit circa 50 postgeriatrischen Patienten des EGZB, (Charité Berlin) und den  Leistungserbringern intersektoraler Versorgungsnetzwerke.
  • Vergleichende pflegebasierte Mehrebenenanalyse verschiedener Gesundheitsnetzwerke.

Projektbeteiligte, Verbundpartner, Förderinstitutionen

  • Technische Universität Braunschweig
  • Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik (PLRI)
  • Technische Universität Berlin,Lehrstuhl für Technologie- und Innovationsmanagement (TIM)
  • Charité – Universitätsmedizin Berlin – Forschungsgruppe Geriatrie
  • DiscVision GmbH
  • Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Informatikwerkzeuge (OFFIS)
    FuE-Bereich "IuK-Systeme im Gesundheitswesen"

 

Performance Effects of University Industry Collaboration

Problemstellung und Zielsetzung

Does university industry collaboration (UIC) have a positive effect on a firm’s performance and does this effect manifest itself with a certain time lag? This issue is currently unacknowledged, although UIC and its impact on innovation and on patent behavior have been of wide interest in past research. However, there is only limited evidence regarding the long-term effects of UIC. The few studies that investigated its impact on firm performance came to mixed results. Moreover, most studies focus on single industries and certain regions and neglect the time lag between UIC and its manifestation in potential successful new products.

Empirische Vorgehensweise

Therefore, this project aims to investigate the effect of UIC on firm performance using a longitudinal analysis of joint publications and capital market based firm performance. We use bibliometric data derived from an extensive analysis of jointly authored publications of more than 800 large companies to determine UIC and relevant characteristics of the involved universities, the research orientation of the collaboration projects and the alliance portfolio of the firm. The project shows that UIC reveals its maximum positive effect on firm performance with a time lag. Furthermore, these positive effects are influenced by potential moderators like firms concentration, partner quality or research orientation.

Ergebnisse

Preliminary results show that UIC has a significant positive effect on technological newness, with a time lag of two years. The effect indicates decreasing marginal returns, and it increases if diverse knowledge areas are included in the UIC portfolio.

Projektbeteiligte, Verbundpartner, Förderinstitutionen

  • CAU KIEL
  • TU DARMSTADT
  • DTU Denmark

Ansprechpartner

Alexander N.P. Wirsich


PRAKOS - Praktiken und Kommunikation zur aktiven Schadensbewältigung

 

PRAKOS_projektlogo

 

Problemstellung und Zielsetzung:

Das Verbundvorhaben PRAKOS „Praktiken und Kommunikation zur aktiven Schadensbewältigung“ untersucht die Praktiken, Kommunikation und Koordination von Einsatzkräften und helfenden Bürgern in Großschadenslagen.

Ziel des Verbundprojektes ist es, die Rolle von Risikokulturen – verstanden als Bündel von Wahrnehmungen, Interpretationen, Kommunikationen und Praktiken – in der Bewältigung von Großschadenslagen zu erfassen und Handlungsoptionen aufzuzeigen, die die Koordination und Bewältigung von Großschadenslagen für die beteiligten Akteure verbessern können. Ziel der Uni Kiel ist es, basierend auf psychologisch-sozialwissenschaftlichen Erhebungen ein Handlungs- und Kommunikationsmodell zu entwickeln, das letztlich in ein Curriculum für Einsatzkräfte einfließt.

Empirische Vorgehensweise:

In Fokusgruppen und Interviews mit Einsatzkräften und betroffenen Bürgern werden die Erfahrung und das Erleben von Großschadenslagen in Bezug auf Kommunikation und Koordination zwischen den Akteuren thematisiert und anschließend qualitativ ausgewertet.

Parallel werden quantitativ in einem Fragebogen individuelle Einschätzungen zu Interaktionsformen in Großschadenslagen sowie Aspekte der Innovationskultur von Einsatzkräften erfasst.

Weitere Informationen:


Flyer: Gesamtprojekt PRAKOS

Flyer: Teilvorhaben der CAU Kiel


Projektbeteiligte, Verbundpartner, Förderinstitutionen: 

 
  • Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (Verbundkoordinator)
  • Polizeiakademie Niedersachsen
  • Universität Hamburg, Institut für Volkskunde / Kulturanthropologie
  • Universität der Bundeswehr München, Institut für Politikwissenschaft
  • THW - Technisches Hilfswerk
     

PRAKOS wird durch das BMBF im Rahmen des Förderprogramms „Forschung für die zivile Sicherheit“ gefördert (Teilprojekt CAU Kiel, FKZ 13N13326).

bmbf

 

 

 

 

 

 

Ansprechpartner:

 

 

Prof. Dr. Carsten Schultz

Westring 425, R. 203/204
Telefon: +49 431 880-1542
Telefax: +49 431 880-1166

schultz(at)bwl.uni-kiel.de

 

Dipl.-Volksw. Christine Carius

Westring 425, R. 214
Telefon: +49 431 880-1553
Telefax: +49 431 880-1166

carius(at)bwl.uni-kiel.de

 

 Jan Graw M.Sc.

Westring 425, R. 214
Telefon: +49 431 880-4794
Telefax: +49 431 880-1166

jan.graw(at)bwl.uni-kiel.de

Projekt- und Netzwerkmanagement in der energetischen Quartiersanierung

Problemstellung und Zielsetzung

Knapp 40% des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf den Anwendungsbereich Wohnen. Der gesetzliche Rahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung der CO2-Emissionen macht Maßnahmen zur Energieeinsparung in diesem Bereich unumgänglich.

In ausgewählten Stadtteilen, den sogenannten energetischen Quartieren, wird durch die Entwicklung von Mustersanierungskonzepten angestrebt, die Sanierungsrate im Gebäudebestand zu erhöhen. Die abschnittsweise Sanierung einzelner Stadtviertel resultiert langfristig in energieeffizienten Städten.

Die Umsetzung von Sanierungskonzepten wird über ein Sanierungsmanagement initiiert. Die Funktion des Sanierungsmanagements und sein Beitrag zum Umsetzungserfolg sind bislang nicht hinreichend untersucht und deshalb aktueller Forschungsgegenstand am Lehrstuhl für Technologiemanagement.

Empirische Vorgehensweise

In einer Fallstudie werden Sanierungsmanagements und Akteure in Schleswig-Holstein explorativ befragt, um die deutschlandweite, quantitative Studie vorzubereiten. Diese soll Rückschlüsse auf Koordinationsprobleme in akteursübergreifenden Netzwerken geben, aber auch Erfolgsfaktoren bei der Ausgestaltung von Netzwerken aufzeigen. Die Auswertung der erhaltenen Daten wird über grafische Programme wie bspw. UCINet gestaltet sein und die Vernetzungen von Sanierungsmanagements in Deutschland aufzeigen.

Ergebnisse

Bisher wurden erste Interviews mit Sanierungsmanagements in Kiel-Gaarden und Kiel-Elmschenhagen-Süd geführt. Die Auswertung der Fallstudien steht noch aus.

Publikationen

Aktuell sind noch keine Publikationen verfügbar.

Projektbeteiligte, Verbundpartner, Förderinstitutionen

  • Forschung im Rahmen eines HWT („Hochschule-Wirtschaft-Transfer“)-Projektes, gefördert durch EKSH (Energie- und Klimagesellschaft Schleswig-Holstein)
  • Stadtwerke Kiel
  • IPP ESN Power Engineering GmbH

Ansprechpartner

Julia Kroh

 

Service Innovation - Servitization, Dienstleistungsinnovationen und Methoden

Problemstellung und Zielsetzung

Servitization beschreibt den strategischen Wandel vom reinen Sachgüterhersteller hin zum Lösungsanbieter mit individuellen Kundendienstleistungen und -services. Daher stehen Unternehmen vor großen Herausforderungen bei der Entwicklung von neuen Dienstleistungen und Services, denen durch systematische Managementansätze begegnet werden muss. Des Weiteren verfolgen wir das Ziel methodische Defizite im Umfeld von Dienstleistungsinnovationen zu analysieren, um darauf aufbauend wissenschaftliche Anpassungs- und Entwicklungsbedarfe für Innovationsmethoden im Dienstleistungsumfeld zu identifizieren.

Empirische Vorgehensweise

Um eine ganzheitliche Analyse der Thematik zu erreichen, verfolgt das Vorhaben einen ganzheitlichen Ansatz. Die Entwicklung von Dienstleistungen wird anhand einer mulitdimensionalen Perspektive beleuchtet - sowohl technisch, betriebswirtschaftlich als auch sozialwissenschaftlich.

Zugleich werden die zentralen Fragestellungen des Projekts entlang von ausgewählten Anwendungsfeldern bearbeitet, die für die deutsche Dienstleistungswirtschaft von zentraler Bedeutung sind:

  • Industrielle Dienstleistungen
  • Informationsbasierte Dienstleistungen
  • Gesundheitsdienstleistungen


Innerhalb der Anwendungsfelder werden Fallstudien realisiert und Expertenworkshops organisiert, um Innovationsprozesse nachvollziehen und methodische Anpassungs- und Entwicklungsbedarfe zu identifizieren. Die Ergebnisse werden mit nationalen und internationalen Experten diskutiert und evaluiert. Abschließend werden die Implikationen der Projektergebnisse für die öffentlich geförderte Dienstleistungsforschung zu einer forschungspolitischen Roadmap verdichtet.

Projektbeteiligte, Verbundpartner, Förderinstitutionen

  • Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO
  • Karlsruhe Service Research Institute (KSRI), Universität Karlsruhe
  • Technische Universität Berlin, Lehrstuhl für Technologie- und Innovationsmanagement

Ansprechpartner

Prof. Dr. Carsten Schultz

SimPat - Sicherung intersektoraler Versorgung durch ein IT-gestütztes Dienstleistungskonzept für multimorbide Patienten mit Demenz

Problemstellung und Zielsetzung

Bei SimPat (Sicherung intersektoraler Versorgung durch ein IT-gestütztes Dienstleistungskonzept für multimorbide Patienten mit Demenz) steht die Versorgung demenzerkrankter Menschen im Vordergrund, die zusätzlich noch an weiteren altersbedingten Erkrankungen leiden – wie beispielsweise etwa Diabetes oder Frakturen in Folge von Stürzen. Ziel des interdisziplinär angelegten Verbundprojekts SimPat ist es, ein IT-gestütztes Fallmanagement zu entwickeln, in der Praxis zu implementieren und zu evaluieren. Die IT-Lösung soll multimorbide Patienten mit Demenz, deren Angehörige und Pflegende in dem Versorgungsprozess unterstützen und die Interaktion zwischen den unterschiedlichen Leistungserbringern erleichtern. Zusätzlich erweitern E-Learning-Module das Wissen zu relevanten, versorgungsbezogenen Themen.

Empirische Vorgehensweise

Die Projektpartner haben bereits Erfahrung mit dieser komplexen Versorgungssituation: Die Herausforderung besteht darin, alle notwendigen Informationen zentral zusammenzuführen, damit alle Beteiligten des Netzwerks bedarfsgerecht darauf zugreifen können. Während der Patient die benötigten Informationen bisher häufig selbst zusammenstellt und in der Regel auch die Umsetzung von Arztverordnungen wie Medikationen oder Weiterbehandlungen verantwortet, kann der an Demenz erkrankte Patient zu seinem Fallmanagement mit Fortschreiten der Krankheit immer weniger beitragen. Stellvertretend für den Patienten müssen daher Verwandte und Betreuungspersonen regelhaft in die Prozesse eingebunden werden.

Projektbeteiligte, Verbundpartner, Förderinstitutionen

  • AGAPLESION gemeinnützige AG, Frankfurt
  • AGAPLESION ELISABETHENSTIFT, Darmstadt
  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Institut für Innovationsforschung
  • Deutsche Stiftung für chronisch Kranke, Fürth
  • TU Braunschweig, Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik der TU Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover
  • Sector5 GmbH, Köln
  • Gefördert durch das BMBF

Ansprechpartner

Andrea Popa

SITE - Schaffung eines Innovations­milieus für Telemedizin

Problemstellung und Zielsetzung

Ziel des gemeinsam mit der Stiftung für chronisch Kranke, der Charité Berlin und der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik durchgeführten Projektes ist es, nachhaltig positive Bedingungen für die Unterstützung von Innovationsprozessen im Gesundheitswesen zu schaffen

Empirische Vorgehensweise

Im Rahmen des Projekts werden die Barrieren des Innovationsprozesses der Telemedizin empirisch bestimmt und der Status quo bestehender Unterstützungsangebote systematisch erhoben. Im Zentrum steht der gemeinsame Aufbau einer Test- und Evaluierungsplattform zur Intensivierung des Austausches von Wissenschaft, Wirtschaft und Anwendern in der Telemedizin.

Publikationen

  • Schultz, Carsten (2006): Management hoch­wertiger Dienstleistungen - Erfolgreiche Gestaltung von Kundenbeziehungen am Beispiel der Telemedizin. Wiesbaden: Gabler DUV.
  • Carius, C., Lee, S.-Y., Schultz, C., Schultz, M., Pelleter, J., Becks, T. & Helms, T.M. (2009). S.I.T.E. - Das Innovationsmilieu für Telemedizin stärken. In A. Jäckel (Hg.),Telemedizinführer 2009, (S. 2). ISBN: 978-3-937948-10-2.
  • Carius, C.,  Lee, S.-Y., Hahn, C., Pelleter, J., Schultz, M., Becks, T., Helms, T. & Schultz, C. (2009). Innovationsbarrieren von Telemonitoring - Identifikation und Diskussion der Barrieren sowie mögliche Lösungsansätze. In Telemed 2009, Berlin.
  • Budych, K., Pelleter, J., Schultz, C. & Helms, T. M. (2010). Qualifikationskonzept Telemedizin-Assistent - Ein Szenario zur Professionalisierung der Telemedizin. E-HEALTH.COM, 4, 52-54.
  • Lee, S.Y., Budych, K., Schultz, C., Helms, T.M. & Schultz, M. (2010). Zwischen Vision und Realität. E-HEALTH.COM, 4, 24-27.
  • Schultz, C. (2010). Akzeptanz kommt nicht von allein – Akzeptanz von Telemonitoring. E-HEALTH Compendium, Telemonitoring, 32-35.
  • Becks, T., Budych, K., Carius-Düssel, C., Dehm, J. & Hahn, C. (2010). Innovationsarbeit im Telemonitoring zur Überwindung von Barrieren. In Jakobsen, H. & Schallock, B. (Hrsg.), Innovationsstrategien jenseits traditionellen Managements - Beiträge zur Ersten Tagung des Förderschwerpunkts des BMBF. Stuttgart: Fraunhofer Verlag. ISBN: 978-3-8396-0141-9.
  • Budych, K., Carius-Düssel, C., Lee, S.-Y., Pelleter, J., Schultz, M., Schultz, C. & Helms, T. (2011). Systemische Innovationen: Komplexe Anforderungen und Abhängigkeiten bewältigen am Beispiel der Telemedizin. In Jeschke, S. (Hg.), Innovation im Dienste der Gesellschaft : Beiträge des 3. Zukunftsforums Innovationsfähigkeit des BMBF, (S. 205-215). Frankfurt: Campus. ISBN: 9783593395234.
  • Budych, K., Carius-Düssel, C., Schultz, C., Helms, T.M., Schultz, M., Dehm, J., Pelleter, J., Lee, S.-Y. & Zippel-Schultz, B. (2013). Telemedizin Wege zum Erfolg. Stuttgart: Kohlhammer Verlag. ISBN: 978-3-17-022413-1.

Projektbeteiligte, Verbundpartner, Förderinstitutionen

  • Deutsche Stiftung für chronisch Kranke
  • Telemedizincentrum Charité Berlin
  • Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik
  • TU Berlin
  • Gefördert durch das BMBF

Ansprechpartner

Carsten Schultz

 

Strategischer Wandel von Stadtwerken und Energieversorgern

Problemstellung und Zielsetzung

Vor dem Hintergrund sinkender Margen in den klassischen Geschäftsfeldern sind Energieversorger und Stadtwerke zunehmend bestrebt neue Umsätze durch Dienstleistungsinnovationen zu generieren. Bisher gelingt es jedoch nur wenigen Versorgern innovative Dienstleistungen zu entwickeln und erfolgreich am Markt einzuführen. Laut einer aktuellen Studie der Universität zu Kiel liegt der Umsatzanteil von Dienstleistungen überwiegend unter 10 Prozent am Gesamtumsatz. Weitgehend unerforscht bleiben zudem die relevanten Bedingungen, die verantwortlich für die Diskrepanz in der unterschiedlichen Serviceorientierung von Energieversorgern sind. Während in der Managementliteratur häufig personenbezogene (u.a. Führungswechsel, Bildungsniveau, Amtszeit) oder unternehmensspezifische Faktoren (vergangener Erfolg, Größe etc.) als Ursachen für den Wandel von Unternehmen dominieren, kommen in der Energiewirtschaft besondere industriespezifische Faktoren (kommunale Verpflichtungen, geografische Gegebenheiten) hinzu. Vor diesem Hintergrund werden verschiedene Forschungsansätze und Methoden kombiniert, um Erklärungsmuster für den strategischen Wandel zu identifizieren und bei Energieversorgern Kompetenzen für die systematische Entwicklung von neuen Dienstleistungen aufzubauen.

Empirische Vorgehensweise

1. Messung der Innovativität von Energieversorgern: Ziel des Projektes ist es, die Innovativität von Energieversorgern zu bewerten. Als Surrogat für die näherungsweise Bestimmung der Innovationsorientierung werden neben der Analyse von Geschäftsberichten, die Webseiten der Energieversorger und Artikel in der kommunalen und überregionalen Presse untersucht. Neben der qualitativen Bewertung der einzelnen Produkt- und Dienstleistungsangebote werden textbasierte quantitative Inhaltsanalysen der Innovationen durchgeführt.

2. Eigentümerstrukturen und strategischer Wandel von Energieversorgern: Eigentumsverhältnisse spielen in der kommunal geprägten Stadtwerke-Landschaft eine wichtige Rolle zur Bestimmung der strategischen Ausrichtung der Energieversorger. Ziel des Projektes ist es, Auswirkungen von Eigentümer- und Aufsichtsratstrukturen auf den strategischen Wandel von Energieversorgern zu identifizieren. Im Rahmen eines Mixed-Methods Ansatzes werden dazu ca. 150 Stadtwerke in Deutschland untersucht.

3. Führungseigenschaften und strategischer Wandel von Energieversorgern: Geschäftsführer von Stadtwerken und Energieversorgern unterscheiden sich deutlich in der strategischen Ausrichtung ihrer Unternehmen. Ziel des Projektes ist es, die Auswirkungen von Geschäftsführereigenschaften auf den strategischen Wandel zu innovativen Energiedienstleistern zu analysieren. Im Rahmen eines Mixed-Methods Ansatzes werden dazu ca. 150 Stadtwerke in Deutschland untersucht.

4. Europaweites Benchmarking der Energiewirtschaft: Ziel des Projektes ist die systematische Erfassung der Innovationsleistung verbunden mit der Ableitung zukünftiger Potenziale im Innovationsprozess. Integriert werden klassische Themen des Innovationsmanagement wie Innovationsprozesse, Innovationskultur und Innovationsstrategien bis hin zu Erfolgsfaktoren von Kooperationen, Netzwerken, Dienstleistungen und Big-Data. Jedes Unternehmen erhält dazu eine systematische Auswertung der Innovationsleistung im Vergleich zu anderen EVUs. Darüber hinaus erhält jedes EVU einen Vergleich zu den besten Unternehmen branchenübergreifend, um von Unternehmen zu „lernen“ die systematische Innovationsprozesse etabliert haben. Partner sind die Danish Technical University (DTU), die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie die gemeinnützige Plattform für Innovationsmanagement (PFI).

5. Dienstleistungsaktivitäten und Barrieren von Energieversorgern: Im Rahmen einer Expertenbefragung von 28 Stadtwerke-Vertretern (Geschäftsführer, Vertriebsleiter, Marketingleiter, Innovationsmanager) wurde untersucht, welche Dienstleistungen gegenwärtig am Markt entwickelt werden, wie Energieversorger bei der Entwicklung von innovativen Dienstleistungen vorgehen und welche Verfahren und Methoden zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wurden die Herausforderungen und Barrieren bei der Entwicklung von neuen Dienstleistungen identifiziert sowie Eindrücke der Energieversorger über die zukünftigen Entwicklungen von neuen Geschäftsfeldern gesammelt. Eine Übersicht über die Ergebnisse finden Sie hier:

 Publikationen

  • Lütjen, H., Tietze, F. & Nuske, T. (2014). Innovationskooperationen von Stadtwerken - Eine empirische Untersuchung von Treibern und Barrieren. Norderstedt: BoD.
  • Lütjen, H & Tietze, F. (2014). Vom Energielieferanten zum Dienstleistungsinnovator. Zeitschrift für Energie Markt Wettbewerb, 4.
  • Lütjen, H. & Tietze, F. (2014). Kooperativ in die Zukunft. Zeitung für kommunale Wirtschaft, 9.

Projektbeteiligte, Verbundpartner, Förderinstitutionen

  • Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH

Ansprechpartner

Heiner Lütjen