PRAKOS - Praktiken und Kommunikation zur aktiven Schadensbewältigung

Problemstellung und Zielsetzung

Das Verbundvorhaben PRAKOS „Praktiken und Kommunikation zur aktiven Schadensbewältigung“ untersucht die Praktiken, Kommunikation und Koordination von Einsatzkräften und helfenden Bürgern in Großschadenslagen. Ziel des Verbundprojektes ist es, die Rolle von Risikokulturen – verstanden als Bündel von Wahrnehmungen, Interpretationen, Kommunikationen und Praktiken – in der Bewältigung von Großschadenslagen zu erfassen und Handlungsoptionen aufzuzeigen, die die Koordination und Bewältigung von Großschadenslagen für die beteiligten Akteure verbessern können. Ziel der Uni Kiel ist es, basierend auf psychologisch-sozialwissenschaftlichen Erhebungen ein Handlungs- und Kommunikationsmodell zu entwickeln, das letztlich in ein Curriculum für Einsatzkräfte einfließt.

Empirische Vorgehensweise

In Fokusgruppen und Interviews mit Einsatzkräften und betroffenen Bürgern werden die Erfahrung und das Erleben von Großschadenslagen in Bezug auf Kommunikation und Koordination zwischen den Akteuren thematisiert und anschließend qualitativ ausgewertet. Parallel werden quantitativ in einem Fragebogen individuelle Einschätzungen zu Interaktionsformen in Großschadenslagen sowie Aspekte der Innovationskultur von Einsatzkräften erfasst.

Projektbeteiligte, Verbundpartner, Förderinstitutionen

  • Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (Verbundkoordinator)
  • Polizeiakademie Niedersachsen
  • Universität Hamburg, Institut für Volkskunde / Kulturanthropologie
  • Universität der Bundeswehr München, Institut für Politikwissenschaft
  • THW - Technisches Hilfswerk

PRAKOS wird durch das BMBF im Rahmen des Förderprogramms „Forschung für die zivile Sicherheit“ gefördert.

bmbf

 

 

 

Ansprechpartner

Christine Carius