Forschungsseminar "Applied Innovation Research"

Die Anmeldungen für dieses Forschungsseminar im Sommersemester 2014 hat begonnen.

Dozent: Dr. Frank Tietze

Hauptseminar, 2 SWS, BWL-M ab 1, Economics-M ab 1, Kfm-Dipl ab 5, Wirt-IngMA ab 1 - für VWL-Master mit WPF BWL, auch offen für Kfm-Dipl als SBWL-Seminar


Thema: 

Patentdaten als Grundlage für Strategische Managemententscheidungen - Fokus: 3D-Druck


Lernziele:

Das Seminar verfolgt folgende Lernziele. Die Studierenden sollen

  • ein Tiefenverständnis für Produkt Service Systemen,
  • der Funktionsweise von Patenten sowie anderen Schutzrechten erwerben und
  • die Methodik der Patentanalyse durch deren Anwendungen an einem realen Beispiel erlenen.

 

Hintergrund:

Patente spielen in für den Imitationsschutz von Produkten in vielen Industrien eine bedeutende Rolle. Mit zunehmender Servitization und einem Wandel hin zu einer funktionsorientierten Wirtschaft und nutzenorientierten Konsumenten gewinnen Systeminnovationen, wie z.B. Produkt Service Systeme (PSS) an Bedeutung. PSS integrieren Produkte und Dienstleistungen mittels einer technologiebasierten Infrastruktur. Beispielsweise funktionieren moderne Carsharingangebote wie Car2Go erst seitdem komplexe Telematiksysteme die Vernetzung von verteilten „Fuhrparks“ mit einer Zentrale durch mobile Datenübertragung ermöglichen. 


Zielsetzung:

Patente können  grundsätzlich zwar für technische Produkte angemeldet werden, allerdings (zumindest nicht in Europa) nicht für Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle. Für Unternehmen  stellt sich daher die Frage, ob sich konventionelle Schutzstrategien auch für PSS Innovation eignen. Dieser Frage nachzugehen ist Ziel des Seminars. Dabei ist zu differenzieren Nach der Rolle von Schutzrechten für PSS Betreiber und für die Komponentenhersteller. Im Fokus stehen diesmal Systeme für 3D-Drucker. Das Seminar ist eingebettet in eine gemeinsames Forschungsprojekt mit Kollegen der University of Cambridge (UK) und Chalmers University of Technology (Schweden). 


Seminarverlauf:

Zu Beginn steht die Analyse und Zerlegung der technischen PSS Komponenten im Vordergrund und die Identifikation der Komponentenentwickler, bzw. -hersteller. Dazu wird in einem ersten Schritt eine Funktionsanalyse durchgeführt, um daraus eine geeignete Suchstrategie abzuleiten.

Für die Komponenten müssen die Schutzrechtsanmeldungen (bspw. über die Komponentenhersteller) recherchiert und ausgewertet werden. Dafür arbeiten wir mit der Datenbank "Thomson Reuters Innovation", die zu den bekanntesten und professionelsten Datenbanken zählt und verschiedene Analysetools bereits beinhaltet (z.B. Citation Maps, ThemeScapes).


Termine (alle sind Pflichttermine):

 

Bewertung:

  • Die Bewertung findet anhand einer in Gruppen zu erarbeitenden Abschlussarbeit und –präsentation sowie einer Zwischenpräsentation statt. Auch berücksichtigt wird die aktive und konstruktive Beteiligung während der Präsenztermine.

  

Teilnahmebegrenzung:

  • Die Anzahl der Teilnehmer ist auf maximal 20 begrenzt.

 

Anmeldung:

 

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