KOPS - Koordination von Opferbetreuung und psychologischer Soforthilfe

Problemstellung und Zielsetzung

2011 wurden in Deutschland 197.030 Menschen Opfer von Gewalttaten und obwohl ein breites Angebot an Hilfe- und Betreuungsmaßnahmen für Opfer vorhanden ist, ist offenbar der Zugang zu den Hilfsangeboten erschwert und eine betroffenenorientierte Abstimmung oft nicht gewährleistet. Im Mittelpunkt des für zweieinhalb Jahre geplanten Projekts steht die Entwicklung eines IT-basierten Fallmanagement-Werkzeugs zur Verbesserung der Organisation und Steuerung der ganzheitlichen Versorgung von Opfern von Gewalttaten. Ziel ist eine bessere Abstimmung der in die Betreuung eingebundenen Akteure in den Bedarfsfeldern Gesundheit, Sicherheit, Arbeit und Soziales sowie Opferentschädigung. Der besondere Schwerpunkt liegt hierbei auf einer Selbstmanagementkomponente, die den Opfern die Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen soll. Ferner  werden Partnerschaften mit Opferhilfeeinrichtungen angestrebt, um das bestmögliche Ergebnis im Sinne der Bedürfnisse der Opfer zu erreichen.

Empirische Vorgehensweise

Im Projekt werden die real auftretenden Koordinationsprobleme und deren Relevanz für die Qualität und Effizienz der Betreuung von Gewaltopfern bestimmt. Darauf aufbauend wird zusammen mit der symeda GmbH ein IT-basiertes Fallmanagement-Werkzeug entwickelt, um eine IT-gestützte Prozesssteuerung und Netzwerkplanung zu ermöglichen. Das entwickelte Werkzeug wird in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen erprobt und evaluiert. Abschließend erfolgt eine Analyse der Implementierungsbarrieren und –potentiale sowie eine Abschätzung der Transfermöglichkeiten des entwickelten und erprobten Fallmanagement-Ansatzes auf weitere Regionen.

Ergebnisse

Link zum Projektabschlussbericht

Projektbeteiligte, Verbundpartner, Förderinstitutionen

Ansprechpartner

Andrea Popa