SimPat - Sicherung intersektoraler Versorgung durch ein IT-gestütztes Dienstleistungskonzept für multimorbide Patienten mit Demenz

Problemstellung und Zielsetzung

Bei SimPat (Sicherung intersektoraler Versorgung durch ein IT-gestütztes Dienstleistungskonzept für multimorbide Patienten mit Demenz) steht die Versorgung demenzerkrankter Menschen im Vordergrund, die zusätzlich noch an weiteren altersbedingten Erkrankungen leiden – wie beispielsweise etwa Diabetes oder Frakturen in Folge von Stürzen. Ziel des interdisziplinär angelegten Verbundprojekts SimPat ist es, ein IT-gestütztes Fallmanagement zu entwickeln, in der Praxis zu implementieren und zu evaluieren. Die IT-Lösung soll multimorbide Patienten mit Demenz, deren Angehörige und Pflegende in dem Versorgungsprozess unterstützen und die Interaktion zwischen den unterschiedlichen Leistungserbringern erleichtern. Zusätzlich erweitern E-Learning-Module das Wissen zu relevanten, versorgungsbezogenen Themen.

Empirische Vorgehensweise

Die Projektpartner haben bereits Erfahrung mit dieser komplexen Versorgungssituation: Die Herausforderung besteht darin, alle notwendigen Informationen zentral zusammenzuführen, damit alle Beteiligten des Netzwerks bedarfsgerecht darauf zugreifen können. Während der Patient die benötigten Informationen bisher häufig selbst zusammenstellt und in der Regel auch die Umsetzung von Arztverordnungen wie Medikationen oder Weiterbehandlungen verantwortet, kann der an Demenz erkrankte Patient zu seinem Fallmanagement mit Fortschreiten der Krankheit immer weniger beitragen. Stellvertretend für den Patienten müssen daher Verwandte und Betreuungspersonen regelhaft in die Prozesse eingebunden werden.

Projektbeteiligte, Verbundpartner, Förderinstitutionen

  • AGAPLESION gemeinnützige AG, Frankfurt
  • AGAPLESION ELISABETHENSTIFT, Darmstadt
  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Institut für Innovationsforschung
  • Deutsche Stiftung für chronisch Kranke, Fürth
  • TU Braunschweig, Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik der TU Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover
  • Sector5 GmbH, Köln
  • Gefördert durch das BMBF

Ansprechpartner

Andrea Popa